Wichtige Begriffe

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Was sind eigentlich Angstgedanken?

Die Angst ist ein evolutionsgeschichtlich überaus bedeutender Schutzmechanismus, der prinzipiell darauf ausgelegt ist, das Individuum vor Gefahren und Bedrohungen zu warnen.

Wie eine mehr oder weniger empfindliche Alarmanlage psychischer und physischer Natur, begleitet die Angst uns durch das Leben und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum Schutz unserer Unversehrtheit und Gesundheit.

Die Angst stellt sich als Emotion dar, welche beim Menschen sowohl bewusst als auch unbewusst hervorgerufen werden kann, der Begriff Furcht bezieht sich dagegen stets auf existierende äußere Bedrohungen. Die Ängstlichkeit wiederum bezeichnet eine (meist durch Erfahrung geprägte) Eigenschaft des Charakters.

Wann wird Angst zum Problem?

Scheinbar grundlose Angstgedanken sind überaus schwer zu bekämpfen. Problematisch wird unsere Beziehung zur Angst dann, wenn sie uns in Gedanken verfolgt, selbst wenn in der momentanen Situation kein Grund zur Beunruhigung herrscht. Während die Angst im Falle einer real drohenden Gefahr wie ein Warnsignal in uns erwacht, scheint sie in Form von angstvollen Gedanken so gut wie nie zu ruhen. Irrationale Ängste (also solche, die keinen bedrohlichen Grund als Ursache haben) beherrschen den davon ergriffenen Menschen wie ein geistiges Netz, welches sich umso enger und fester um den Verstand wickelt, je mehr er davon loskommen möchte.

Vor allem diese scheinbar grundlosen Angstgedanken (etwa die Existenzangst) sind überaus schwer zu bekämpfen, da sie eben keinen sichtbaren Feind erkennen lassen. Die durch innere Bilder hervorgerufenen und bis zur Panik führenden Ängste können zwar durch Vermeidung bestimmter Situationen oder durch Missbrauch verschiedener Mittel (Alkohol, Medikamente oder Drogen) räumlich und zeitlich verdrängt und unterdrückt werden, doch um das Angstproblem an der Wurzel zu packen, bedarf es einer wirksamen Zuwendung an das gedankliche Angstgebilde.

Schlüssel zum Verständnis

Der Schlüssel zum Verständnis solcher Ängste liegt also nicht in der Flucht davor, da man der angsterzeugenden Innenwelt über kurz oder lang nicht entkommen kann, sondern darin, sich mit den beängstigenden Gedanken auseinanderzusetzen, sich darauf einzulassen und schlussendlich daran zu wachsen.

Denn die Angstgedanken besitzen eine Energie, die freigesetzt und dem Bewusstsein im positiven Sinn einverleibt werden kann, wenn es dem Individuum gelingt, den im Hintergrund wirkenden, hinderlichen Angstkomplex aufzulösen.

Ob das durch innere Zwiegespräche, durch Meditation, Yoga, mit therapeutischer Hilfe oder anderen Möglichkeiten erfolgt, hängt von den Fähigkeiten und Voraussetzungen des einzelnen Individuums sowie den jeweiligen Angstbildern selbst ab.

Bild: Schwarz-Wald © Gerd Altmann / pixelio.de

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