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Was sind eigentlich Psychopharmaka?

Psychopharmaka sind Arzneimittel, die vor allem eingesetzt werden zur Therapie psychischer Störungen. Einige Psychopharmaka finden auch Anwendung als therapeutisches Mittel bei neurologischen Erkrankungen oder als Narkosemittel.

Arten und Anwendungen

In der Regel kann durch Psychopharmaka keine Heilung einer vorliegenden Störung erfolgen; allerdings können Symptome bekämpft werden, was den Leidensdruck eines Betroffenen schmälern kann. Psychopharmaka können beispielsweise unterschieden werden hinsichtlich ihrer Anwendungsbereiche; so dienen Antidepressiva vor allem der Behandlung von Depressionen, werden teilweise aber auch zur Bekämpfung von Angsterkrankungen eingesetzt.
Sogenannte Neuroleptika sind Psychopharmaka, die unter anderem in der Therapie von Schizophrenien oder Wahnerkrankungen eingesetzt werden; bei diesen Erkrankungen kann ein Patient von sogenannten psychotischen Zuständen betroffen sein. Das bedeutet, dass er beispielsweise die wahnhafte Überzeugung hat, verfolgt zu werden oder er Stimmen hört, die ihm Befehle geben. Neuroleptika sollen dazu beitragen, entsprechende Wahngedanken zu kontrollieren.

Wirkung von Psychopharmaka

Die Wirkung vieler Psychopharmaka setzt allmählich ein; das bedeutet, dass es einige Wochen dauern kann, bis vom Patienten positive Auswirkungen der Medikamente spürbar sind.

Psychopharmaka: Paroxetin 1 A Pharma, 20mg FilmtablettenGegen Angst- oder Panikstörungen können in der Akutmedizin beispielsweise auch Formen von Psychopharmaka eingesetzt werden, die sehr rasch wirken und zu einem schnellen Abklingen einer Attacke von Panik führen können. Eine Form dieser Psychopharmaka sind die sogenannten Benzodiazepine.

Zu beachten ist bei Benzodiazepinen allerdings, dass sie bei längerer Einnahme ein Abhängigkeitspotenzial aufweisen; das bedeutet, dass mit der Zeit höhere Dosen notwendig werden, um einen Effekt aufrechtzuerhalten bzw. dass der Effekt bei gleichbleibender Dosis nachlässt. Auch kann zu einer Abhängigkeit der Faktor zählen, dass bei Nichteinnahme entsprechender Psychopharmaka beim Patienten ein starkes Verlangen nach dem Medikament auftritt, das sein Befinden beeinträchtigt.

In der Regel werden Psychopharmaka wie Benzodiazepine daher für nur kurze Zeitspannen verschrieben bzw. sollen in ihrer Einnahme beschränkt werden auf Notfallsituationen.
Nicht jeder Patient verträgt die gleichen Psychopharmaka gut oder spricht auf Psychopharmaka in gleicher Weise an; daher ist es möglich, dass im Dialog mit dem behandelnden Arzt (Psychiater) zunächst verschiedene Präparate getestet werden müssen, um zu einem gewünschten Ergebnis zu kommen.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen von Psychopharmaka sind medikamentenspezifisch; Neuroleptika können beispielsweise zu Benommenheit oder unwillkürlichen Zuckungen führen. Modernere Antidepressiva können (je nach Präparat) Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Erbrechen herbeiführen.

Bild: Paroxetin 1 A Pharma, 20mg Filmtabletten © Alexander Peinze

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